Rezension: Winterfrau und Frühlingsmädchen von Heike Fröhling

Winterfrau und Frühlingsmädchen

von Heike Fröhling

Cover von Winterfrau und Frühlingsmädchen von Heike Fröhling

Inhalt

„Was, wenn es dich nicht gäbe? Zwei emotionale Frauenschicksale, eine große Liebe in Italien – und ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte.

Mit einem Türklingeln ändert sich für Hanna alles: Eine alte, zerbrechlich wirkende Dame stellt sich als Else Ferrando vor und behauptet, ihre leibliche Urgroßmutter zu sein. Wie passt das in das Bild, wo doch bis jetzt immer von Urgroßmutter Alma die Rede war? Die Familie reagiert so feindlich, dass die Besucherin resigniert abreisen will.

Doch weil Hanna selbst zwischen zwei Entscheidungen steht, beschließt sie spontan, Else zurück in ihre Heimat nach Ligurien zu begleiten. Eine bewegende Reise beginnt, auf der Hanna nicht nur alles über Elses tragische Vergangenheit erfährt, sondern auch dem attraktiven Italiener Matteo begegnet. Er lässt sie erahnen, wie ihre eigene Zukunft aussehen könnte …“ (Quelle: amazon)

Meine Meinung

Das Cover lässt mich von Urlaub träumen. Es zeigt ein Haus irgendwo am Meer und ganz viel Natur. Für mich ein idealer Ort, um ein paar schöne Tage zu verbringen und ganz viel zu lesen. So ungefähr habe ich mir das Haus von Else im Buch vorgestellt. Ein toller Platz zum Urlaub machen.

Stelle dir mal vor: Es klingelt, du gehst zur Tür und vor dir steht jemand, er behauptet deine Urgroßmutter zu sein. (Wahlweise auch ein anderer Verwandtschaftsgrad) Würdest du ihr oder ihm glauben? Ich wäre erst mal genauso misstrauisch wie Hannas Familie im Roman „Winterfrau und Frühlingsmädchen“. Ich weiß durchaus, dass es möglich ist und gar nicht so unwahrscheinlich wie man glaubt. Besonders in Kriegszeiten können die Familienverhältnisse verworren sein. Ich weiß zum Beispiel, dass mein Großvater mütterlicherseits gerne gewusst hätte wer sein Vater war. Und ob er eventuell noch Geschwister von der Seite hatte. Doch mein Großvater ist als uneheliches Kind bei seinen Großeltern aufgewachsen. Das war einfach damals so zwischen den Kriegen. Aber ich drifte jetzt ab, also zurück zum Buch.

Heike Fröhling gelingt es auf spannende Art die Familiengeschichte von Else zu erzählen.  Abwechselnd tauche ich als Leser ein in die Jugend von Else um 1943 und in die Gegenwart. Else musste im Krieg früh erwachsen werden. Und war 1943 etwas jünger, als ihre vermeintliche Urenkelin Hanna jetzt. Hanna ist noch weit davon entfernt wirklich erwachsen zu sein und zu wissen, was sie im Leben erreichen möchte.

Es wird keine heile Welt dargestellt, sondern die lieben Ecken und Kanten, die das Leben halt schreibt. Ich habe mit Else gebangt und gehofft, dass sie die Möglichkeit erhält mit ihrer Tochter zu sprechen. Ebenso habe ich mit Hanna gekämpft für ein eigenes Leben und nicht den vorbestimmten Weg ihrer Eltern.

Für mich hat Heike Fröhling einen fesselnden Roman geschrieben. Sie erzählt nicht einfach von einer intakten Familie, sondern nimmt uns mit auf die Schattenseiten des Krieges.

Für mich war es ein spannendes und durchaus nachdenkliches Lesevergnügen. Ich habe mit diesem Roman eine ganz neue Seite von Heike Fröhling kennen und lieben gelernt. Bisher hatte ich nur die Thriller, die sie unter dem Pseudonym Leonie Haubrich veröffentlicht, verschlungen.

Vielen Dank an Heike Fröhling für das Rezensionsexemplar. Ich bin schon ganz gespannt auf die nächsten Werke aus deiner Feder.

Kindle Edition
251 Seiten (Print Ausgabe)
Verlag: Tinte & Feder
erschienen am 23. Januar 2018

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