Jahresrückblick 2025: Zwischen Ehrenamt, Büchern, Kreativität und neuen Wegen

Beitragsbild zum Jahresrückblick von Kerstins Kartenwerkstatt 2025

Ein Jahr voller Geschichten, Ehrenamt und neuer Wege

Ein aufregendes und gefühlt unglaublich schnelles Jahr 2025 liegt hinter mir und 2026 ist schon wieder fast einen Monat alt. Zeit, innezuhalten und zurückzublicken. Privat habe ich ein weiteres Jahr Wochenendehe gemeistert, wir haben gemeinsam das Abenteuer Nilkreuzfahrt erlebt, viele liebgewonnene Reisebekanntschaften aus der Karibik wiedergesehen und stecken aktuell bereits mitten in der Planung unserer Nepal-Rundreise für 2026.

Auch ehrenamtlich hat sich 2025 einiges bewegt. Ich wurde in den Vorstand des Kreislandfrauenverbandes Vechta gewählt und habe ziemlich schnell festgestellt, dass ich den zeitlichen Aufwand dafür deutlich überschätzt habe. Eine ehrliche Erkenntnis, die mich im neuen Jahr sicher noch öfter begleiten wird.

Zahlen, Worte und der Blogalltag 2025

Auf meinem Buch- und Kreativblog habe ich 2025 insgesamt 238 Beiträge veröffentlicht. Das sind 38 mehr als im Jahr zuvor. Auch bei der Wortanzahl habe ich erneut zugelegt: Fast 158.000 Wörter sind es geworden.

Wieder einmal zeigt sich, dass die Worte für einen langen Roman längst vorhanden wären. Passend dazu habe ich 2025 das Buch „Bestseller schreiben“ gelesen. Einige Gedanken daraus begleiten mich bis heute und tauchen immer wieder in meinem Schreiballtag auf.

Für 2026 plane ich bewusst, auf dem Blog etwas kürzerzutreten, um mehr Zeit für mein Ehrenamt zu haben. Parallel entsteht aktuell eine neue Homepage für den Verband, da die bisherige schlicht nicht mehr zeitgemäß ist.

Mein Vorsatz, maximal 100 Bücher zu lesen oder zu hören, ist auch 2025 gescheitert. Stattdessen stehen 137 Geschichten in meinem Tracker. Für 2026 möchte ich meine Auswahl an Rezensionsexemplaren deutlich bewusster treffen. Wobei dieser Plan schon im Januar ins Wanken geraten ist. Elf gelesene oder gehörte Titel stehen bereits zu Buche, davon immerhin nur die Hälfte als Rezensionsexemplare.

Meine Top Ten Bücher 2025

Auf meiner persönlichen Top-Ten-Liste für 2025 finden sich unter anderem:

Neues Jahr, neues Glück, Vertraute Liebe, Dark Cinderella, Oaks Harbor 3, Yay! There, Was uns bleibt, Rock in Peace, Sweet Secrets, If you stay too long, Lovely Plot Twist sowie ein ganz besonderer Roman von Jessica Koch, der mich erneut sprachlos zurückgelassen hat. Dieser erscheint übrigens erst im Mai 2026. Am letzten Tag des Jahres hat sich außerdem „Pieces of me“ noch auf die Liste geschlichen, nicht zuletzt als Vorbereitung auf unsere Nepal-Rundreise.

Die Auswahl zeigt sehr gut, wie vielfältig mein Lese- und Hörjahr war, wobei es ganz klar einen Romance Schwerpunkt zeigt.

Ziele 2025 und was davon geblieben ist

Mein Ziel, unter 100 Büchern zu bleiben, habe ich erneut verfehlt, allerdings deutlich moderater als im Jahr zuvor. Statt 160 Geschichten wie 2024 waren es diesmal 137. Demnach verbuche ich es trotzdem unter dem Punkt Ziel erreicht.

Meinen Stapel ungelesener Bücher konnte sich nicht wirklich verkleinern. Buchmessen sind einfach zu verführerisch. Nachdem ich nun zwei Jahre in Folge an der klassischen SUB-Challenge gescheitert bin, verzichte ich 2026 bewusst darauf. Stattdessen werde ich dokumentieren, wie viele Bücher sich ganz entspannt vom Nachttisch verabschieden dürfen.

„Kerstin fragt …“ – ein echtes Herzensprojekt

2025 ist die Aktion „Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten“ gestartet und wurde schon beim Aufruf überraschend gut angenommen. Über das Jahr hinweg durfte ich 29 Autor:innen, 10 Blogger:innen, 6 Sprecher:innen und eine Lektorin interviewen.

Die Kreativität kannte dabei keine Grenzen. Einige Gespräche wurden sogar als Hörinterviews umgesetzt. Dieses Projekt wird mich definitiv auch 2026 begleiten und möglicherweise erweitere ich um weitere Dienstleister aus der Buchbranche.

Kreative Ecke: Karten, Basteln und Auftragsarbeiten

Auch kreativ war 2025 einiges los. Das Bastelwochenende in Jever mit meinen Stampin‘ Up Demo-Kolleginnen war erneut ein echtes Highlight. Wie in jedem Jahr sind außerdem zahlreiche Weihnachtskarten entstanden.

Mein Drucker hat diesen Dauereinsatz allerdings nicht überlebt und wurde inzwischen ersetzt. Der neue darf sich nun bei meinen Auftragsarbeiten beweisen. Als erstes stehen jetzt Einladungskarten zur Kommunion auf dem Plan.

Schreiben abseits von Rezensionen und Reiseberichten

2025 war erneut ein sehr produktives Schreibjahr. Über 157.000 Wörter sind vor allem in Rezensionen und Interviews geflossen. Eigene Reiseberichte blieben dabei leider etwas auf der Strecke.

Für 2026 wünsche ich mir weniger Bücher und dafür mehr freies, kreatives Schreiben. Den Auftakt macht im Februar direkt das dritte Journaling Barcamp in Hamburg. Im Juni folgt möglicherweise noch das Sketchnotes Barcamp in Göttingen.

Leipziger Buchmesse 2025 und der Blick nach vorn

Für die Leipziger Buchmesse 2025 hatten wir uns mit dem Book Hotel ein ganz besonderes Zuhause ausgesucht und werden dort auch 2026 wieder einziehen. Die Akkreditierung ist bereits gesichert, das Bahnticket gebucht und der Urlaub genehmigt.

Ich freue mich jetzt schon auf viele bekannte Gesichter, intensive Tage und ganz viel Buchliebe.

Fazit: Ein Jahr voller Geschichten und neuer Aufgaben

2025 war ein Jahr voller Geschichten, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe mich auf K-Pop eingelassen, mehrere Bücher mit diesem Hintergrund gelesen und passende Lesungen in Leipzig und Berlin besucht.

Natürlich nehme ich dich auch weiterhin hier auf dem Blog und auf Instagram mit auf meine Reise. Dort bekommst du die Kurzfassung, hier die volle Ladung.

Danke, dass du mich begleitest. Ich freue mich über jede Nachricht, jeden Kommentar und jeden Austausch.

P.S. Möchtest du Teil von Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten werden? Dann schreibe mir einfach per Mail oder hier einen Kommentar und ich melde mich bei dir.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.

Von A wie Autor bis Z wie Zeitung

L wie Leser

Ein weiteres besonderes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. In wenigen Stunden heißt es: Frohes und gesundes Jahr 2022. Besonders Gesundheit wünsche ich dir und uns im neuen Jahr. In meiner Beitragsreihe „Von A wie Autor bis Z wie Zeitung“ bin ich nun beim zwölften Buchstaben, dem L angekommen. Im ersten Moment hatte ich sofort an Liebe und Liebesroman gedacht. Gerade weil die Liebesromane in 2021 bei mir dominiert haben. In diesem Jahr habe ich 78 Bücher gelesen und 19 Hörbücher gehört. Etwa zwei Drittel davon gehörten in den Bereich Liebe und Romance. Ich brauchte zum Ausgleich einfach eine heile Welt in Büchern. So habe ich mich dann für L wie Leser entschieden und mir schwirrten sofort eine Reihe von Fragen im Kopf herum:

  • Was ist ein Leser?
  • Wie finden Bücher ihre Leser?
  • Welche Macht haben Leser?
  • Wird man als Leser geboren?
  • Was haben Leser gemeinsam?
  • Fallen dir noch mehr Fragen zum Thema: Leser ein? Schreibe mir dazu gerne in den Kommentaren oder via E-Mail.

Fangen wir mit der Definition an. Unter einem Leser verstehen wir eine Person, die etwas liest bzw. sich mit dem Lesen einer Lektüre befasst. Es heißt der Leser und somit ist das Wort maskulin. Ich verzichte an dieser Stelle auf eine genderkonforme Schreibweise, da ich mich selbst unter dem Begriff Leser wiederfinde und dafür nicht extra ein Leserinnen brauche oder gar ein Leser:innen oder Leser*innen. Viel interessanter finde ich da die Suche nach Synonymen von Leser. Welchen Begriff hast du sofort im Kopf wenn du an Leser denkst?

Ich muss da sofort an die Leseratte denken, die zu den Viellesern gehört. Man findet zahlreiche weitere Synonyme im deutschen bzw. eingedeutscht. Hier eine unvollständige Liste möglicher Bezeichnungen von Lesern, die ein Buch nach dem anderen Lesen: Bücherwurm, Buchliebhaber, Büchermensch, Büchernarr oder auch Buchnerds. Ich selbst sehe mich manchmal als kleiner Buchnerd, der zu Hause im stillen Kämmerlein liest und mit bzw. durch Corona noch mehr Zeit gefunden hat, sich in seine Bücherwelt zurückzuziehen.

Womit ich zur zweiten Frage kommen möchte: Wie finden Bücher ihre Leser? Da gibt es wohl sehr viele Wege. Ich bin ein Leser, der auf visuelle Reize anspringt. So ist das Cover mein erster Kontakt zu einem Buch. Doch wie werde ich auf ein Cover aufmerksam? Am liebsten gehe ich einfach in eine Buchhandlung und schaue mir dort die Auslage an. Ich liebe es um die Büchertische herum zu laufen und immer wieder ein Buch in die Hand zu nehmen. Also findet in der Buchhandlung ein Buch zu mir als Leser, wenn es offen auf einem Tisch präsentiert wird und das Cover mich anspricht. Bedeutet aber auch, dass zuvor die Buchhandlung auf das Buch aufmerksam wurde. Den Weg zeige ich vielleicht demnächst mal etwas genauer. Ich habe da schon so eine Idee im Kopf. Ein weiterer Weg zum Leser sind diverse Onlineportal mit Buchshop und Buchbewertungen. So präsentiere ich zum Beispiel regelmäßig Bücher auf meinem Blog und gebe meine Meinung zum Buch wieder. Oft sind es Rezensionsexemplare, die über den visuellen Reiz des Covers den Weg zu mir gefunden haben. Und die ich dann weiterempfehle oder auch nicht. Wobei ich inzwischen meine Bücher sehr genau auswähle und somit Geschichten, die mich auf den ersten Blick nicht ansprechen direkt ablehne oder zur Seite lege. Ich finde nichts schlimmer, als vergeudete Zeit an einem für mich uninteressanten Buch. Ich gehöre zur Gattung der Leser, die in der Regel auch schlechte Bücher bis zum Ende lesen. Ich weiß nicht warum, aber ich kann Bücher nur sehr selten abbrechen. Ich lese dann einfach in ganz langen Etappen auch ein nicht ganz so prickelndes Buch zu Ende. Es gibt bisher nur eine Handvoll Bücher, die mich als Leser so gar nicht mitrissen, dass ich sie nach etwa 100 Seiten zur Seite legen musste und auch nicht beenden konnte.

Und schon kommen wir zur Macht der Leser über die Bücherwelt. Als Leser habe ich die Möglichkeit meine Meinung zu einem Buch auf allen möglichen Kanälen kundzutun. Hierbei finde ich konstruktive Kritik sehr wichtig, besonders wenn mir ein Buch nicht gefallen hat. Was bringt mir der Satz: Das Buch war schlecht? Damit kann ich als Leser auf der Suche nach neuem Lesestoff nichts anfangen. Genauso wenig allerdings mit folgendem Satz: Das Buch war super. Beide Sätze sagen für mich nicht viel aus. Können aber das Zünglein an der Waage sein und ein Buch nach oben oder unten bringen. Wie gesagt ich bin für konstruktive Kritik und begründete Aussagen. Ich versuche meine Meinungen zu Romanen nachvollziehbar zu schreiben, so dass du als Leser meines Blogs damit entscheiden kannst: ja das Buch möchte ich lesen oder aber das ist vielleicht nicht wirklich was für mich.

Die Frage: Werden wir als Leser geboren? Hat mich immer mal wieder beschäftigt. Ich bin das Produkt zweier Leseratten. Mein Vater hat bis zu seinem Tode ein Buch nach dem anderen verschlungen. Nur in den letzten Wochen wollte ihm das Lesen keine Freude mehr bereiten. Meine Mutter liest ebenso gerne und viel. Und so wird die Nacht zum Tag gemacht, wenn das Buch einfach noch beendet werden muss. Jetzt könnte man meinen, dass bei zwei Bücherwürmern auch entsprechende Kinder herauskommen. Wir sind zwei Mädchen und ein Junge und nur zwei von uns enthalten dieses Büchergen. Meine Schwester und ich haben schon früh begonnen das Bücherregal unserer Eltern zu entern. Unser Bruder versteht bis heute unserer Faszination am geschriebenen Wort nicht. Wir drei wurden alle gleichermaßen an das Medium Buch heran geführt, doch nur wir Mädchen haben mit Liebe auch alleine weitergelesen. Ich glaube tatsächlich, es gibt eine Art Büchergen, welches man hat oder nicht. Hinzu kommt aber die Vermittlung der Freude an Büchern in jungen Jahren. Das hat mir gerade der Besuch bei einer Freundin gezeigt. Ihre Töchter sind etwa zweieinhalb Jahre und ein halbe Jahr alt. Die Große ist schon ein richtiger Bücherwurm und kennt ihre kleinen Bücher ganz genau. Ich durfte ein Buch nach dem anderen vorlesen und dieses Kind wurde nicht müde ein neues Buch zu holen. Ich finde es wichtig, dass Kinder mit Büchern aufwachsen. Das bildet den Grundstein für so viele Fähigkeiten, die es in der Schule zu vertiefen gilt. Ich liebe es übrigens Kinderbücher zu kaufen. Die haben einfach ganz einzigartige Cover, da weiß ich gar nicht welches ich zu erst verschenken möchte.

Zum Ende ein kleiner Blick auf die Gemeinsamkeiten der Leser. Die einen stehen auf ein gebundenes Buch und andere sehen die Vorzüge der Ebooks. Ich sehe mich da in der Mitte. Ich lese am liebsten Taschenbücher, da hat man einfach noch das richtige Feeling. Gebundene Bücher finde ich zum Lesen manchmal etwas zu schwer, da streikt mein Handgelenk relativ schnell, aber sie sehen sehr gut im Regal aus. Und für unterwegs sind Ebooks einfach praktisch. Ich packe meinen E-Reader ein und kann dann ganz spontan entscheiden was ich lesen möchte, da ich so viele Bücher drauf laden kann wie ich möchte. Aber unabhängig vom Format lieben Leser einfach das geschriebene Wort und tauchen ab in eine andere Welt. Ob sie nun spannend, fantastisch oder voller Liebe ist, ist dabei egal. Hauptsache man verbringt ein paar schöne Lesestunden.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen guten Ausklang für das Jahr 2021. Ich würde mich freuen, dich im neuen Jahr wieder auf meinem Blog begrüßen zu dürfen. Im Januar geht es dann weiter mit M wie M…. tja, da habe ich noch ein paar Tage Zeit mir zu überlegen welches Wort mit M zum geschriebenen Wort für mich passt. Wenn dir dazu was einfällt gerne her damit.

Von A wie Autor bis Z wie Zeitung: Kerstins Gedanken zum geschriebenen Wort