Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten
heute mit Lois Leander

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?
Viele Jahre arbeitete ich in der Forschung für die Land- und Ernährungswirtschaft, dann wechselte ich in die Kommunikation für diese Forschung. In dieser Zeit kam ich zur Ansicht, dass Intelligenz nicht reicht, damit Menschen bessere Wege in die Zukunft finden. Es braucht vor allem Weisheit. Doch wie wird man weiser? Es gibt viele Heilsversprecher, aber welcher Weg ist wirklich gut, wo ist echte Wahrheit, wo und wann ist Leben lebenswert? Auch wenn mein Buch «Der Brotkönig» ein herausfordernder Wirtschaftsthriller ist, der dem Leser einiges abverlangt, bin ich darin, wie im wirklichen Leben, genau diesen Fragen nachgegangen.

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.
Analytisch, weisheitssuchend, Christ, naturliebend, hoffnungsvoll.
Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?
«Der Brotkönig» zeigt, nahe an der kaum vorstellbaren Realität, wie ein Konzern für die Patentierbarkeit von Pflanzensorten und Genen kämpft, um Macht über die weltweite Nahrungsmittelproduktion zu erlangen. Ein junger Wissenschaftler entdeckt den Plan und nimmt den ungleichen Kampf auf. Der Roman führt zahlreiche Methoden der Manipulation vor Augen und er zeigt, wie Macht in Wirtschaft, Politik und Familie eingesetzt wird.
Hier kannst du meine Meinung zum Buch nachlesen.

Autor: Lois Leander
Genre: Wirtschaftsthriller
Verlag: tredition
ISBN: 978-3347463844
Erscheinungsdatum: 08. August 2022
Format: Taschenbuch, gebundenes Buch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 640
Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum?
«Das grosse Abenteuer». Vor langer Zeit habe ich entschieden, die Verantwortung für mich zu übernehmen und selbst zu entscheiden. Die Verantwortung an Chefs oder Politiker delegieren, sich mit Netflix, exzessivem Social-Media-Konsum oder was auch immer zuzudröhnen, führt am echten Leben vorbei. Leben heisst selbst gestalten, sich entwickeln, immer besser verstehen. Das treibt zwar auch mal den Puls hoch oder erschöpft, aber es lebt, ist ein Abenteuer 😊
Mit welcher Buchfigur würdest du gerne einen Tag verbringen, und was würdet ihr zusammen unternehmen?
Mit Jesus Christus. Als Mensch gewordener Sohn Gottes ist er unendlich weise und verfügt er über alle Macht im Himmel und auf Erden. Trotzdem gab er bei seinem ersten Kommen sein Leben für unsere Sünden hin. Er heilte, tat Wunder, lehrte. Da wäre ich gerne einmal dabei gewesen. Wie war das, als er zu den Menschen sprach? Als er die vielen Menschen heilte?

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?
«Asha, Sohn von Malta», von David Ball. Das ist ein Abenteuerroman wie ein imposantes Ölgemälde, farbenstark, konturen- und kontrastreich. Aber es gibt viele weitere Bücher, dich ich enorm gut fand. Der «Der fünfte Reiter» von Larry Collins und Dominique Lapierre, «Agenten sterben einsam» von Alistair MacLean, «Die Diamantendynastie» von Sidney Sheldon, «Blackout» von Marc Elsberg, «Eine Billion Dollar» von Andreas Eschbach, «Der Schwarm» von Franz Schätzung und so weiter.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?
«Der Mensch denkt, bis es ihm passt.» Dann hört er leider meistens auf. Das ist kein positiver PR-Spruch, aber er erklärt vieles.
Was wolltest du schon immer mal verraten, hattest aber noch nie die Gelegenheit dazu?
Hier ist deine Bühne! Schon länger beschäftigt mich ein Spruch des russischen Schriftstellers, Systemkritikers und Nobelpreisträgers Alexander Solschenizyn: «Die Menschen haben Gott vergessen, und das ist der Grund für die Probleme des 20. Jahrhunderts. Wir werden keine Lösungen finden ohne die Umkehr des Menschen zum Schöpfer aller Dinge.» Ich denke, er hat recht. Auch für das 21. Jahrhundert.
Hast du bestimmte Rituale oder Routinen, die dir beim Schreiben helfen?
Denken, fühlen, denken, bis alles völlig klar ist. Schreiben ist für mich ein Tanz von Kopf und Bauch.

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?
Ich kenne keine Schreibblockaden. Wenn ich nichts zu sagen habe, lasse ich es sein. Wenn ich etwas sagen möchte, mache ich mich an die Arbeit. Mal geht das leicht von der Hand und mal ist es anstrengend. Immer aber ist es die völlige Konzentration.
Was war die ungewöhnlichste Rückmeldung, die du zu einem deiner Bücher bekommen hast?
Ich kann keine einzelne Rückmeldung nennen, aber ich staune über die Unterschiedlichkeit der Rückmeldungen: einigen gefällt die erste Hälfte des Brotkönigs besonders gut, anderen die zweite.
Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?
Was auch immer du schreibst, schreibe stets bestmöglich. Wenn du dann weisst, was du der Welt erzählen möchtest oder musst, kriegst du es eher hin.
Lieber Lois, vielen Dank für deine Antworten. Ich habe deinen Roman verschlungen und empfehle ihn gerne weiter.

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